In unserer chinesischen Filmecke stellen wir Ihnen Spielfilme aus der Volksrepublik China, aus Hongkong oder Taiwan vor - aktuelle Neuerscheinungen ebenso wie ältere, besonders interessante sowie außergewöhnliche Filme aus dem chinesischen Sprachraum.
Der Film dieser Seite: "The Warlords"
des Hongkonger Regisseurs Peter Ho-Sun Chan
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The Warlords
(VR China / Hongkong 2007)
Das Genre
Historienfilm/Abenteuer
Die Story
Mitten in der Taiping-Rebellion, in der 50 Millionen Chinesen auf dem Schlachtfeld oder an Hunger starben, steht im Herbst 1870 General Pang im Blut seiner gefallenen Soldaten. Nachdem er durch die Hilfe einer Frau wieder zu Kräften gekommen ist, trifft er den Rebellen Jiang Wu Yang. Er bringt Pang zu seinem Anführer Zhao Er-hu und Pang wird Mitglied der Rebellen. Aus den drei Männern werden Freunde und schließlich sogar Blutsbrüder. Die Rebellen schließen sich der Armee der Qing an, aber jeder der drei Verbündeten hat unterschiedliche Motive dafür. Pang führt sein Heer erfolgreich in scheinbar aussichtslose Schlachten und wird zum großen Feldherren. Doch auf dem Weg zur Macht verrät er die Ideale seiner Freunde und aus den einstigen Blutsbrüdern werden tödliche Gegner...
Die Darsteller
Jet Li, Andy Lau, Takeshi Kaneshiro , Xu Jinglei
Der Regisseur
Peter Ho-Sun Chan
Kritiken:
Regisseur Peter Ho-Sun Chan entführt den Zuschauer ins bürgerkriegsgebeutelte China des 19. Jahrhunderts. Während der Taiping-Rebellion gegen das korrupte Qing-Regiment sterben innerhalb eines Jahrzehnts mehr als 50 Millionen Chinesen. Vor diesem Hintergrund wird klar, dass "The Warlords" nichts für zartbesaitete Gemüter sein kann. Es geht martialisch und blutrünstig zu, denn das Motto lautet: Töte, damit du nicht getötet wirst. Der messerscharfe Säbel wird kunstvoll geschwungen und etliche Gliedmaßen fliegen im Dunst und pathosgeschwängertem Gestus wild umher. Neben der dargestellten Brutalität werden jedoch auch grandios inszenierte Schlachtszenen und eine ästhetisch anspruchsvolle Bildauswahl geboten. In düstere Farben getaucht wird kritischen Fragenstellungen hinsichtlich dem bedingungslosen Machterhalt, treuergiebiger Freundschaft und schmerzhaftem Verrat nachgegangen und im Laufe der Darbietung eindrucksvoll beantwortet.
(Timo Buschkämper)
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Es ist eine absolute Seltenheit, dass ein Film wie The Warlords in Deutschland auch jenseits einschlägiger Festivals einen regulären Kinostart bekommt. Das ist nicht nur erfreulich, der Film hat es ganz einfach auch verdient. Immerhin gehört er zu den besseren Filmen aus dem bisweilen zu pathetischen und in den vergangenen Jahren auch ein wenig übersättigten Genre asiatischer Martial-Arts-Epen. Außerdem kommen die eindrucksvollen und blutigen Schlachten, die von Siu-Tung Ching (Hero, Shaolin Soccer, Der Fluch der Goldenen Blume, Schwerter des Königs) choreographiert wurden, sowieso nur auf der großen Leinwand voll zur Geltung.
(Björn Becher)
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"The Warlords" ist ein guter Film, der in Asien schon sehr erfolgreich war und aufgrund seiner Größe und Schauspieler viele HongKong Film Awards inklusive Bester Film und Beste Regie gewann. Doch wie viele Werke aus Asien trifft die asiatische Mentalität bei Europäern teilweise auf Unverständnis
(www.cinefreaks.com)
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Bei allem Unterhaltungswert ist THE WARLORDS von einem grimmigen Ton durchtränkt, und ähnelt mehr einem Königsdrama von Shakespeare, oder dessen blutigen Kinoversionen des Japaners Kurosawa (RAN, KAGEMUSHA), als einem Hollywood-Schinken. Was den Film, in dem einige der besten und bekanntesten Darsteller des Hongkong-Kinos die Hauptrollen spielen, am meisten vom klassischen Abenteuerkino unterscheidet, ist, dass er nicht dem Zwang zum Happy-End unterliegt.
(Rüdiger Suchsland)